Prof. Dr. Kayvan Bozorgmehr
Kayvan Bozorgmehr ist Professor für Public Health, Abteilungsleiter und Prodekan an der Fakultät für Public Health der Universität Bielefeld; bis 2025 leitete er zudem die Sektion „Health Equity Studies & Migration“ des Universitätsklinikums Heidelberg. Er ist promovierter Mediziner und Sozialepidemiologe mit wissenschaftlichen Schwerpunkten in Gesundheitssystemforschung, gesundheitlicher Ungleichheit und transnationaler Migration. Er fungierte als Studienleitung für mehr als 15 Forschungsprojekte zu Migration, Gesundheit und Gesundheitssystemen. Seine Forschung verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Relevanz für Politik und Praxis. Dabei arbeitet er mit lokalen, nationalen und internationalen Organisationen aus Zivilgesellschaft, Fachgesellschaften und Behörden, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Organisation für Migration (IOM), zusammen. Kayvan Bozorgmehr ist Principal Investigator und ERC-Preisträger im Projekt INTER.SECT und leitet die verschiedenen Projektbereiche in enger Abstimmung mit den anderen Teammitgliedern.
Eilin Rast
Eilin Rast ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Public Health der Universität Bielefeld mit fachlichem Hintergrund in Sozialanthropologie (Universität Heidelberg) und Public Health (London School of Hygiene & Tropical Medicine). Nach ihrer Mitarbeit in Forschungsprojekten zur Gesundheit von Geflüchteten an der Sektion Health Equity Studies & Migration am Universitätsklinikum Heidelberg wechselte sie 2024 an die Fakultät für Public Health der Universität Bielefeld, während sie auch an Forschungsprojekten der WHO im Bereich Migration und Gesundheit beteiligt war. Im Projekt INTER.SECT koordiniert Eilin Rast die übergeordneten Projektaktivitäten und arbeitet an der Konzept- und Fragebogenentwicklung.
Jan Oppenberg
Seit 2023 ist Jan Oppenberg wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld mit einem Abschluss in Physiotherapie (Fachhochschule Bochum) und Public Health (Universität Bielefeld). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Anwendung systematischer Übersichtsarbeiten zur Beantwortung politikrelevanter Forschungsfragen in verschiedenen Bereichen, einschließlich COVID-19-Pandemie, Pushback-Praktiken und Klimawandel. Darüber hinaus spezialisiert er sich auf die Analyse räumlicher Daten durch die Integration verschiedener Datenquellen, um sozialepidemiologische Forschungsfragen zu untersuchen, beispielsweise den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Deprivation und Tuberkulose-Inzidenz. Im INTER.SECT-Projekt ist Jan Oppenberg als zentrales Mitglied des Teams für Datenmanagement und -analyse tätig.
Ann-Kathrin Kächele
Wissenschaftliche Hilfskraft in INTER.SECT
Dr. Marie-Christine Laible
Marie-Christine Laible leitet das Forschungsdatenzentrum (BAMF-FDZ) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Ihre Promotion in Ökonomie schloss sie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg ab. Bevor sie die Referatsleitung am BAMF übernahm, war Marie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit einem Schwerpunkt auf der empirischen Arbeitsmarktforschung, Personalökonomie, Migration und Datenmanagement. Im Rahmen von INTER.SECT koordiniert sie die Aktivitäten am BAMF und kümmert sich um Datenzugang und Verknüpfungen.
Die TMF (Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.) ist die gemeinnützige Dachorganisation für kooperative medizinische Forschung in Deutschland. Gegründet im Jahr 2003, verfolgt sie das Ziel, generische Lösungen für rechtliche, ethische, organisatorische und technische Herausforderungen der modernen kooperativen medizinischen Forschung zu entwickeln. Die TMF fördert einen systematischen Dialog mit Expert:innen aus verschiedenen Fachdisziplinen, um aktuelle Fragestellungen der medizinischen Forschung zu analysieren. Sie entwickelt frei verfügbare und öffentlich zugängliche Gutachten, Leitlinien, technische Werkzeuge und Dienstleistungen, die für medizinische Forschungsnetzwerke einen hohen Mehrwert bieten. Damit trägt sie zur Verbesserung der Forschungsqualität bei, hilft Ressourcen zu sparen und Doppelarbeit zu vermeiden. Die TMF verfügt über umfangreiche Expertise im Bereich Datenschutz. Ihre generischen Datenschutzkonzepte werden von den Datenschutzbeauftragten auf Bundes- und Landesebene anerkannt und empfohlen. Im Projekt INTER.SECT nimmt die TMF eine führende Rolle bei der Definition der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Datenverarbeitung sowie bei der Entwicklung des Datenschutzkonzepts ein.
Teammitglieder:
Dr. Johannes Drepper
Karla Riesterer
Moritz Steiner
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ist eine assoziierte Organisation im System der Vereinten Nationen. Die IOM führt gesundheitsbezogene Maßnahmen vor der Migration bei Neuansiedlungsflüchtlingen im Auftrag von Mitgliedsstaaten und internationalen Organisationen durch und trägt damit zum Fortschritt der WHO-End-TB-Strategie sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei. Als einer der wichtigsten Partner von INTER.SECT koordiniert das IOM-Team die Projektaktivitäten an der Schnittstelle zwischen nationalen Behörden (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – BAMF) und dem Pre-Migration-Health-Assessment-Team der IOM, um den Zugang zu gesundheitsbezogenen Daten vor der Neuansiedlung in Deutschland zu erleichtern.